Kino-AG: Evil Dead

17.05.2013

Als Sam Raimi 1981 mit ein paar Kumpel für 'nen Appel und 'n Ei "Evil Dead" drehte, hätte er sich wohl kaum erträumen lassen, einen der kultigsten Horrorfilme der Filmgeschichte an den Start gebracht zu haben. Jetzt hat er ein Remake produziert. Und das scheint es an blutigen Splatter-Exzessen mit dem Original problemlos aufnehmen zu können.

"Evil Dead" - oder wie der Deutsche sagt: "Tanz der Teufel" - bestach durch einfache Handlung und komplizierten Einsatz von Blut und Gedärmen. Was Raimi und seine Jungs so an kranken Ideen und hausgemachten Ekeleffekten darboten, war für damalige Verhältnisse schlicht von einer anderen Welt.

Nun durfte Regisseur Fede Alvarez in seinem Langfilm-Debüt das Ganze für die Gegenwart aufarbeiten. Neben der marginalen Story - junge Leute machen Urlaub in einsamer Waldhütte und entfesseln dämonische Kräfte - übernahm der Südamerikaner auch typische Versatzstücke wie die subjektive Kamera von Raimi. Und er setzte dankenswerter Weise nicht auf computergenerierte Effekte, sondern auf Widerlichkeiten zum Anfassen.

So wirkt der komplette Film prima echt und dreckig und gibt in Sachen "Ich bring euch zum Kotzen" Vollgas. Ein strapazierfähiger Magen ist also Pflicht beim Betrachten von "Evil Dead". Zumal sich viele Horrorfreunde fragen, wie lange der Streifen überhaupt noch in seiner jetzigen Form laufen wird, ehe die Bundesprüfstelle mit Indizierung droht.

Karten für die Schlachtplatte sind reserviert für kommenden Dienstag (21.5.) um 20.45 Uhr im Cinemaxx.

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