Weihnachtsmenü 2009

26.12.2009

Alle Jahre wieder wird zur Weihnachtszeit geschlemmt bis die Waage unter den sich in Rekordzeit ansammelnden zusätzlichen Pfunden zusammenkracht. Egal, irgendwie muss das ja auch so sein. Jedenfalls gab's bei uns 2009 am 1. Feiertag ein nettes mehrgängiges Menü, das erstaunlich gut gelungen ist. Deshalb sollte das auf alle Fälle bei Gelegenheit noch einmal wiederholt werden. Und damit die genaue Abfolge nicht durch Chrissis und mein poröses Gehirn sickert, hier der komplette Spaß zum nachlesen:

Thematisch haben wir das Ganze stark an der Odenwälder Küche ausgerichtet und hier und da mit anderen Elementen lecker variiert. Auch die Getränke standen im Zeichen des Ebbelwois und wurden in erster Linie mit weiteren regionalen Produkten ergänzt. 

Als kleinen Gruß aus der Küche gab's Gänsestopfleber, die Christian aus dem Elsaß mitgebracht hatte. Darüber wurde ein wenig eingekochter Himbeeressig geträufelt und das dann mit einem Stück Schwarzbrot serviert. Als Getränk haben wir uns einen trockenen spanischen Sherry schmecken lassen.

Weiter ging's dann mit einer Odenwälder Karottencreme-Suppe, die wir mit angebratenen Zuckerschoten, Apfelessig und ein wenig Kürbiskernöl verfeinert und mit einem Glas Apfel-Prosecco heruntergespült haben.

Anschließend kam der Feldsalat mit einem Dressing aus Apfelessig, Öl und Zwiebel- sowie kleinen Apfelstücken. Als Clou haben wir dann auf jede Portion noch einige Stücke Hüttenthaler Handkäs' gepackt, die vorher paniert und frittiert worden waren - sehr lecker. Dazu passte der "Reichelsheimer Weinapfel", ein sortenreiner Apfelwein as Treuschs Apfelwein-Vinothek, recht gut.

Dann haben wir uns dem Fischgang zugewandt und eine Auberginen-Caponata mit gebratenen Garnelen und Basilikumköl auf die Teller gepackt. Dazu wurde ein 2007 St. Johanner Geyersberg Portugieser Rosé aus dem Weingut Axel Schmitt in Ober-Hilbersheim getrunken.

Damit der Magen wieder etwas belastungsfähiger wurde, haben wir anschließend als kleinen Muntermacher und Zwischengang ein frisches Kiwi-Sorbet serviert.

Als nächstes kam unser Vater zum Zuge und hat Stücke vom Hasenrücken in einen Mantel aus erst Hackfleisch und dann Wirsing gepackt, angebraten und schließlich bei mittlerer Hitze im Ofen fertig gegart. Das wurde dann mit ein wenig Pasta und einem französischen Rotwein aus dem Weinbaugebiet Vacqueyras gegessen.

So jetzt erstmal 'nen Schnaps! Beim Hochprozentigen haben wir wieder auf ein leckeres Produkt vom Treusch aus Reichelsheim zurückgegriffen, nämlich auf seinen phänomenalen Apfelbrand "Hessen brennt", eine Cuvée aus Bränden, bei denen die Hessischen Wirtshauskelterer angeblich ihre jeweils besten Äpfel verarbeitet haben.

Zum Abschluss des Weihnachtsmenüs haben wir dann noch Ricotta im Knusperblatt mit einem Gewürzapfelragout aufgefahren, zu dem wir etwas Gewürztraminer gereicht haben.

Die Köche haben sich dann noch einen Single Malt (Islay) aus der Destillerie Caol Ila mit etwas Schokolade gegönnt.